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Biomasse spielt eine wichtige Rolle

Energie aus Biomasse spielt bereits global eine wichtige Rolle. Zwar dominieren nach wie vor die fossilen Energiträger, doch danach kommt schon die Bioenergie. Sie ist damit der bedeutendste erneuerbare Energieträger.
© Prosenbauer/Luger
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Die Liste der fossilen Energieträger führt Öl (33%) an, vor Kohle (27%) und Gas (21%). Darauf folgt Bioenergie, inklusvie Reststoffe, mit über 10% Anteil am globalen Primärenergieaufkommen. Damit ist ihr Anteil mehr als dreimal so hoch wie der aller anderen erneuerbaren Energieträger zusammen und nahezu doppelt so hoch wie das globale Kernenergieaufkommen. Ausgedrückt in Rohöleinheiten entspricht die aus Biomasse, inklusive Reststoffe, weltweit hergestellte Primärenergie einem Äquivalent von knapp 1.240 Mio. t Rohöl jährlich. Das heißt, im energetischen Vergleich wird diese Menge an Rohöl jährlich weltweit durch Bioenergie ersetzt. Das entspricht ungefähr der jährlichen Produktionsmenge der drei größten Erdölproduzenten Russland, Saudi Arabien und USA.

Situation in der EU

Der EU-weite Gesamtenergieverbrauch liegt bei knapp 1.800 Mio. t Rohöläquivalent, wobei die EU-Energieimportabhängigkeit knapp 55% beträgt. Die EU-Energieeigenproduktion umfasst zirka 853 Mio. t Rohöläquivalent (17%), das entspricht zirka 150 Mio. t Rohöläquivalent, kommen aus erneuerbaren Energieträgern, wobei 70% wiederum Biomasse, inklusive Reststoffe, bereitstellen.
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Heimische Energie aus Biomasse

Eine wesentliche Rolle hat Energie aus Biomasse bei der österreichischen Energiebereitstellung inne. Etwa zwei Drittel des österreichischen Bruttoenergiebedarfs werden importiert, ein Drittel werden in Österreich produziert. Nur etwas über 20% der heimischen Energieerzeugung kommen aus fossilen Quellen wie Öl und Gas. Der Rest kommt aus erneuerbaren Energieträgern, wobei Energie aus Biomasse und Reststoffen 45% der heimischen Energieproduktion ausmachen. Die Zuwächse in der Energieproduktion auf Basis von Biomasse alleine in den vergangenen sechs Jahren sind dreimal so hoch wie bei den restlichen erneuerbaren Energieträgern zusammen (Abbildung: Inländische Erzeugung von Rohenergie auf Basis erneuerbarer Energieträger.

Die durch erneuerbare Energieträger vermiedenen Treibhausgasemissionen umfassten 2010 16 Mio. t ohne Großwasserkraft, davon wurden 11,1 Mio. t durch biogene Energieträger vermieden.

Wichtige volkswirtschaftliche Effekte

Neben der Steigerung der heimischen Energieversorgung und der Reduktion der Treibhausgase spielt auch die volkswirtschaftliche Bedeutung erneuerbarer Energieträger, insbesondere biogener Energieträger ,eine Rolle. Die Primärumsätze in Österreich im Sektor erneuerbare Energien betrugen 2010 über EUR 5,2 Mrd. Davon entfielen alleine über 45 auf die biogenen Energieträger (fest, flüssig und gasförmig). An Beschäftigungseffekten verzeichnen erneuerbare Energieträger über 37.600 Arbeitsplätze, wovon über 50% im Bereich biogener Energieträger angesiedelt sind.
27.06.2012
Autor:DI Manfred Prosenbauer
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