Mehrere Alpverantwortliche und auch betroffene Talbauern beschäftigen sich intensiv mit diesem Thema und treten als Interessengemeinschaft auf.
Am vergangenen Freitag, 7. Juni hat ihr Sprecher, Reinhold Kräutler, zu einem Informationsabend mit der Landwirtschaftskammer eingeladen.
Präsident StR. Josef Moosbrugger, Fachbereichsleiter DI Bernhard Jenny und Kammerdirektor Dr. Gebhard Bechter informierten über die bisherige Entwicklung und diskutierten mit den Anwesenden über mögliche Lösungsansätze. Mehrere Alpverantwortliche und Bauern brachten als Betroffene ihren Unmut über die ganze Situation bei der Alpflächenfeststellung zum Ausdruck.
Alpflächenfeststellung
Nach wie vor gibt es in Zusammenhang mit der Alpflächenfeststellung ungelöste Probleme.
Alpflächenfeststellung / Noch gibt es offene Fragen in der Vorgangsweise, die die Fischler-Kommission klären sollte. © LK Vorarlberg |
Offene Fragen
Hauptthema waren jene Alpen und Betriebe, die 2012 eine AMA-Vor-Ort-Kontrolle hatten und in der Folge Rückzahlungen vorgeschrieben und Sanktionen verhängt bekommen haben. Auch wenn die juristische Auslegung eine andere ist, trifft die Viehauftreiber keine Schuld, weil sie in die Flächenmeldung nicht involviert waren. Das hat die Landwirtschaftskammer bei den zuständigen Stellen schon mehrfach deponiert. Darüber hinaus ist auch zu berücksichtigen, dass von den Sanktionen hauptsächlich die einheitliche Betriebsprämie betroffen ist. Diese wurde auf den Talbetrieben „erarbeitet“ und kann jetzt nicht durch Probleme auf den Alpen gekürzt werden, waren sich Kammer, Älpler und Bauern einig.
Präsident Josef Moosbrugger informierte, die ganze Problematik sei zuletzt auch in die Alm-Sonderkommission hinein reklamiert worden. Franz Fischler hat zugesagt, dass die Sonderkommission unter seiner Führung diesen Themenbereich als nächstes aufarbeiten werde.
Von Seiten der Landwirtschaftskammer wird als konkreter Lösungsansatz eine rückwirkende Kompression der Zahlungsansprüche auf die aktuelle Referenzfläche gefordert.
Die Anwesenden brachten mehrfach zum Ausdruck, die Verhandlungsposition der Agrarvertreter durch öffentlichkeitswirksame Maßnahmen stärken zu wollen. Vorerst wird der Verlauf der Verhandlungen in der Fischler-Kommission aufmerksam beobachtet.

