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Reportage: In der Yoga-Philosophie sind Körper, Geist und Seele eine Einheit

Vroni Heinz ist Bezirksbäuerin von Lilienfeld. Ein Bandscheibenvorfall vor zehn Jahren hat sie buchstäblich in die Knie gezwungen. Wie ihr Yoga wieder auf die Beine half und warum sie ihr Wissen heute als ausgebildete Yogalehrerin weitergibt, erzählt sie hier.
Vronis Motto:  Nur wenn es mir gut geht  kann es den anderen mit mir gut gehen. Man muss auf sich selber schauen © LK NÖ/Raser
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Vronis Motto: "Nur wenn es mir gut geht, kann es den anderen mit mir gut gehen. Man muss auf sich selber schauen © LK NÖ/Raser
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Vronis Motto: "Nur wenn es mir gut geht, kann es den anderen mit mir gut gehen. Man muss auf sich selber schauen © LK NÖ/Raser
Vronis Motto:  Nur wenn es mir gut geht  kann es den anderen mit mir gut gehen. Man muss auf sich selber schauen © LK NÖ/Raser
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Perfektionismus und Leistungorientiertheit prägten Vronis Leben als Jungbäuerin. „Da war die Arbeit am Hof und als damalige Gemeindebäuerin wollte ich auch etwas weiterbringen, um die Gemeinschaft zu bewegen. Leistung, Leistung, Leistung....“, erzählt sie und mit einem Lächeln ergänzt die sympathische Bäuerin: „Heute weiß ich, dass mir die Arbeit eh nicht davonläuft.“ Sie bezeichnet sich als weitaus glücklicher und zufriedener, seit sie nicht mehr nur leistungsorientiert denkt. „Von dieser Lebensqualität profitieren alle – sowohl am Betrieb als auch in meiner Arbeit als Funktionärin.“ Aber wie kam es zu diesem Sinneswandel? Die Bezirksbäuerin hat vor über zehn Jahren einen Yogakurs besucht.
Ihr Lehrer sagte damals zu ihr: „Wenn du nicht bald an dich denkst, dann wird dir das Leben zeigen, wie es geht. Vroni, deine Bandscheiben werden bald um Hilfe schreien.“ Er sollte Recht behalten. Mitten in einer akuten Phase intensiver Arbeit – sowohl am Betrieb als auch in der Bäuerinnenorganisation – erlitt sie einen Bandscheibenvorfall. Ihre Abwesenheit während der Kur managte sie mit einer Dorfhelferin und der Schwiegermutter. „Die Kinder waren noch klein. Und siehe da, es funktionierte. Ich wär nie drei Wochen auf Urlaub gefahren, aber für die Kur, da musste es sein.“ Nach ihrer Genesung hat sie den Warnschuss ernst genommen. Dank der Überredungskünste ihres Yogalehrers entschied sich Vroni, die Ausbildung zur Yogalehrerin zu machen. Drei Jahre, 500 Grundausbildungsstunden und ständige Weiterbildung. Es war nicht immer einfach neben dem Betrieb und den Kindern. Unterstützung erhielt sie von ihrem Mann Sepp. Heute ist sie froh, diesen Schritt gewagt zu haben.
Vronis Mann Sepp hat seine Frau während der dreijährigen Ausbildung zur Yogalehrerin stets unterstützt. © LK NÖ/Raser
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Vronis Mann Sepp hat seine Frau während der dreijährigen Ausbildung zur Yogalehrerin stets unterstützt. © LK NÖ/Raser
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Vronis Mann Sepp hat seine Frau während der dreijährigen Ausbildung zur Yogalehrerin stets unterstützt. © LK NÖ/Raser
Vronis Mann Sepp hat seine Frau während der dreijährigen Ausbildung zur Yogalehrerin stets unterstützt. © LK NÖ/Raser
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Zusammenspiel Körper, Geist und Seele

„Hinter Yoga steckt mehr als nur akrobatische Übungen“, verrät die Yogalehrerin. Es geht um Grenzerfahrungen mit dem eigenen Körper und darum, darauf zu achten und sich dessen bewusst zu werden, dass Körper Geist und Seele im Gleichgewicht sein müssen. „Wenn Wasser fließt, ist es gesund, wenn es steht, wird es ‚stinkert`. Und wenn man sich nicht bewegt, wird man krank. In der heutigen Bauernarbeit wird nicht mehr soviel körperlich gearbeitet. Das ist gut so, aber die Bewegung fehlt eben.“ Ihre Kurse werden von Menschen verschiedenster Berufsgruppen besucht.

Bäuerinnen und Yoga – ein Widerspruch?

„Keineswegs“, erklärt Vroni, „Yoga bedeutet eins zu sein mit der Natur und dem Kosmos. Und wer wäre dazu besser geeignet als Bäuerinnen?“ Zum Schluss verrät sie noch ihren Leitsatz: „Mit Yoga die ‚Sinn-phonie‘ des Körpers erfahren.“
05.06.2012
Autor:DI Ulrike Raser
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