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„In Österreich werden täglich über 20 Hektar Boden verbraucht. Die jährliche Flächeninanspruchnahme ist im EU-Vergleich in Österreich überdurchschnittlich hoch, gleichzeitig wächst aber der Bestand an brachliegenden Industrie- und Gewerbeflächen, der rund ein Drittel des jährlichen Flächenbedarfs abdecken könnte. Geht nun der derzeitige Flächenverbrauch in diesem Ausmaß weiter, würde in 20 Jahren zum Beispiel die gesamte Ackerfläche des Burgenlandes (150.000 ha) einer landwirtschaftlichen Produktion entzogen werden. Für die Landwirtschaft ist der Boden die wichtigste Produktionsgrundlage. Zudem erfüllen Äcker und Wiesen zahlreiche Funktionen wie insbesondere die Regulierung des Naturhaushalts, sind Lebensraum für Tiere und Pflanzen und bieten zahlreiche Schutzwirkungen wie Wasserrückhalt und Wasserspeicherung. Unsere Böden dienen dem Erhalt der Biodiversität oder Kohlenstoffspeicherung und sind nicht zuletzt Lebens- und Erholungsraum für den Menschen“, verwies Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich, auf den neu erstellten Forderungskatalog der Bauernvertretung zur Reduktion des Flächenverbrauchs in Österreich.
Enormer Flächenverbrauch in Form von Versiegelung und Bebauung
Die Produktionsfunktion des Bodens ist unmittelbar mit der Abdeckung der lebensnotwendi-gen Grundbedürfnisse der Menschheit verbunden, weshalb es vorrangiges Ziel sein muss, den Boden zu erhalten und bestmöglich zu schützen, so Wlodkowski. Nur rund ein Drittel der Gesamtfläche des Gebirgslands Österreich eignet sich als Dauer-siedlungsraum. 15 % davon sind bereits Österreich weit „verbraucht“.
Der Flächenverbrauch in Form von Versiegelung und Bebauung nimmt jedoch immer größere Dimensionen an und entzieht der Landwirtschaft zumeist Böden mit dem höchsten Ertragspotential. So ging in den vergangenen 60 Jahren ein Viertel der damals genutzten landwirtschaftlichen Fläche verloren. Heutzutage werden täglich rund 11 Hektar landwirtschaftlicher Fläche für Verkehr, Industrie, Wirtschafts- und Wohnraum verwendet und auf Dauer einer anderen Verwendung zugeführt. Rechnet man Freizeit- und Bergbauflächen mit ein, sind dies über 20 Hektar pro Tag, hielt der der LK-Präsident fest.
Versiegelung verstärkt Auswirkungen von Extremwetterereignisse
„Da durch die Versiegelung die wesentlichsten Bodenfunktionen wie etwa Lebensraum- und Schutzfunktion auf Dauer nicht mehr zur Verfügung stehen, ist damit zu rechnen, dass gerade auf solchen Flächen negative Wirkungen von Extremwetterereignissen noch verstärkt werden können. Gleichzeitig geht mit einer versiegelten Fläche auch die wichtige Produktionsfunktion des Bodens für immer verloren. Darüber hinaus ist diese Fläche dann keine Kohlenstoffsenke mehr, sondern vielmehr eine Kohlenstoffquelle. Berechnungen zeigen, dass auf einer versiegelten Fläche – je nach Aktivität – von 181 bis zu 453 Tonnen CO2/ha und Jahr emittiert werden“, betonte Wlodkowski. Im Österreichischen Raumordnungskonzept ist bereits 2001 die Reduktion des Bodenverbrauchs als prioritäres Ziel definiert worden. Ein Jahr später, 2002, wurde im Rahmen der österreichischen Strategie zur nachhaltigen Entwicklung festgelegt, eine Trendumkehr bei der jährlichen Flächenversiegelung bis 2012 zu erreichen.
„ Das Ziel, bis zum Jahr 2010 die Flächenversiegelung auf ein Zehntel zu senken, wurde jedoch weit verfehlt. Der überschießende Flächenverbrauch ist nicht allein auf die Bevölkerungsentwicklung zurückzuführen. Wesentliche Ursachen sind vielmehr der gestiegene Lebensstandard und dadurch bedingt wesentlich flächenintensivere Bebauungsformen sowie höhere Wohnansprüche, die Zunahme an Single-Haushalten, ein Strukturwandel in der Wirt-schaft, der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur sowie Betriebsansiedelungskonkurrenz zwischen Regionen und Gemeinden. Hier müssen wir ansetzen und einen anderen Umgang mit landwirtschaftlichen Flächen einfordern. Es muss gelingen, den Flächenverbrauch stärker ins Bewusstsein der Länder und Gemeinden zu rücken. Dazu ist es notwendig, dass in einer Artikel 15a B-VG Vereinbarung zwischen Bund und Ländern der schonende Umgang mit der endlichen Ressource Boden verankert wird,“ stellte der LK Österreich-Präsident fest.
Enormer Flächenverbrauch in Form von Versiegelung und Bebauung
Die Produktionsfunktion des Bodens ist unmittelbar mit der Abdeckung der lebensnotwendi-gen Grundbedürfnisse der Menschheit verbunden, weshalb es vorrangiges Ziel sein muss, den Boden zu erhalten und bestmöglich zu schützen, so Wlodkowski. Nur rund ein Drittel der Gesamtfläche des Gebirgslands Österreich eignet sich als Dauer-siedlungsraum. 15 % davon sind bereits Österreich weit „verbraucht“.
Der Flächenverbrauch in Form von Versiegelung und Bebauung nimmt jedoch immer größere Dimensionen an und entzieht der Landwirtschaft zumeist Böden mit dem höchsten Ertragspotential. So ging in den vergangenen 60 Jahren ein Viertel der damals genutzten landwirtschaftlichen Fläche verloren. Heutzutage werden täglich rund 11 Hektar landwirtschaftlicher Fläche für Verkehr, Industrie, Wirtschafts- und Wohnraum verwendet und auf Dauer einer anderen Verwendung zugeführt. Rechnet man Freizeit- und Bergbauflächen mit ein, sind dies über 20 Hektar pro Tag, hielt der der LK-Präsident fest.
Versiegelung verstärkt Auswirkungen von Extremwetterereignisse
„Da durch die Versiegelung die wesentlichsten Bodenfunktionen wie etwa Lebensraum- und Schutzfunktion auf Dauer nicht mehr zur Verfügung stehen, ist damit zu rechnen, dass gerade auf solchen Flächen negative Wirkungen von Extremwetterereignissen noch verstärkt werden können. Gleichzeitig geht mit einer versiegelten Fläche auch die wichtige Produktionsfunktion des Bodens für immer verloren. Darüber hinaus ist diese Fläche dann keine Kohlenstoffsenke mehr, sondern vielmehr eine Kohlenstoffquelle. Berechnungen zeigen, dass auf einer versiegelten Fläche – je nach Aktivität – von 181 bis zu 453 Tonnen CO2/ha und Jahr emittiert werden“, betonte Wlodkowski. Im Österreichischen Raumordnungskonzept ist bereits 2001 die Reduktion des Bodenverbrauchs als prioritäres Ziel definiert worden. Ein Jahr später, 2002, wurde im Rahmen der österreichischen Strategie zur nachhaltigen Entwicklung festgelegt, eine Trendumkehr bei der jährlichen Flächenversiegelung bis 2012 zu erreichen.
„ Das Ziel, bis zum Jahr 2010 die Flächenversiegelung auf ein Zehntel zu senken, wurde jedoch weit verfehlt. Der überschießende Flächenverbrauch ist nicht allein auf die Bevölkerungsentwicklung zurückzuführen. Wesentliche Ursachen sind vielmehr der gestiegene Lebensstandard und dadurch bedingt wesentlich flächenintensivere Bebauungsformen sowie höhere Wohnansprüche, die Zunahme an Single-Haushalten, ein Strukturwandel in der Wirt-schaft, der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur sowie Betriebsansiedelungskonkurrenz zwischen Regionen und Gemeinden. Hier müssen wir ansetzen und einen anderen Umgang mit landwirtschaftlichen Flächen einfordern. Es muss gelingen, den Flächenverbrauch stärker ins Bewusstsein der Länder und Gemeinden zu rücken. Dazu ist es notwendig, dass in einer Artikel 15a B-VG Vereinbarung zwischen Bund und Ländern der schonende Umgang mit der endlichen Ressource Boden verankert wird,“ stellte der LK Österreich-Präsident fest.

